Sammlung Blaser
Mit 100 Büchern, zwanzig Architekturprojekten, 100 Möbelentwürfen und Tausenden von Bildern aus Reisen in der ganzen Welt hat Christian W. Blasers Vater ab etwa 2007 sein «Living Archive» aufgebaut. Im Gegensatz zu einem statischen Archiv ist das Living Archive als dynamischer Wissensspeicher gedacht. Es soll nicht nur Sammlung, sondern ein aktives Arbeitsinstrument sein – als Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und zukünftiger Forschung ist es offen für neue Interpretationen und Verknüpfungen.
Das Archiv vereint verschiedene Ebenen von Werner Blasers Schaffen:
- Architekturfotografie aus über sechs Jahrzehnten (u. a. Werke von Ludwig Mies van der Rohe, japanische und chinesische Architektur)
- Dokumentationen und Studienreisen nach Asien, Europa und Amerika
- Bibliothek mit ca. 4’000 Büchern zur Architekturgeschichte
- Eigene Möbelentwürfe und Prototypen
- Sammlungen von Designklassikern (z. B. Möbel von Gerrit Rietveld)
Das Living Archive spiegelt die Rolle von Werner Blaser als Vermittler wider: Architektur soll nicht nur als gebautes Objekt verstanden werden, sondern als kontinuierlicher Dialog zwischen Kulturen, Zeiten und Disziplinen. Werners Ansatz war es, Wissen nicht zu konservieren, sondern ständig neu zu aktivieren und zu vermitteln. So ist die Initiative entstanden, sein umfangreiches Möbelschaffen in der Ausstellung «TeckNow» zu präsentieren.
Kontakt: Christian W. Blaser, Blaser Architekten
Sammlung Salzberg
1978-81 Antikschreiner/Restaurator (Biondi); Aufbau Genossenschaft Tigel;
1981-86 Reisen, Peru/Nord- und Westafrika; Lehre in bio-dyn. Landwirtschaft;
1984-87 Restaurator bei F. Rösli Flaach; Restaurator bei Galerie Koller;
1988 selbst. Antikschreiner/Restaurator;
1992-94 Havanna, Cuba, Trompetenstudium bei Alejandro Pichardo (Buona Vista Social Club);
1995 selbst. Restaurator, Kunstprojekte; Projekt Smooth Tentacles, Parkin’sons (Jazz);
ab 2014 Werkstatt Tecknau, alte Uhrenfabrik; aktuell: Initiator/Co-Kurator TeckNow
Web: www.salzberg.ch
Suter & Bult
Auf der Suche nach Spuren von Geschicht(en) erfinden Suter & Bult immer wieder Neues und kreisen doch gleichzeitig um das Alte. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Form, Raum und dem Gleichzeitigen im Ungleichzeitigen. Die Nicht-Farbe Weiss spielt in den Arbeiten immer wieder eine zentrale Rolle und hebt sich von den verwendeten Erdfarben wie Rostbraun oder Aschgrau ab. «Wir bauen auf, tragen ab, legen frei und decken zu.»
Web: www.suterbult.ch
Löffler ERGO
Die Löffler ERGO GmbH ist ein deutscher Hersteller ergonomischer Sitzmöbel mit Sitz in Reichenschwand (Bayern) und zählt zu den spezialisierten Anbietern im Premiumsegment für gesundes Sitzen. Das Unternehmen wurde 1992 von Werner Löffler gegründet. Ausgangspunkt war die Vision, ergonomisches Sitzen grundlegend neu zu denken und konsequent weiterzuentwickeln.
Ein besonderes Merkmal der Löffler ERGO GmbH ist die aussergewöhnliche Möbelsammlung ihres Gründers. Werner Löffler hat über Jahrzehnte hinweg eine der umfangreichsten Sammlungen historischer Sitzmöbel aufgebaut.
Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Architekten und Designer Werner Blaser unterstreicht den kulturellen und gestalterischen Anspruch des Unternehmens. Im Rahmen dieser Kooperation wurden verschiedene Möbel neu aufgelegt und weiterentwickelt, wodurch eine Verbindung von funktionaler Innovation und architektonischem Denken entstand. Unter anderem wurde eine Werkreihe mit dem Titel «Sinnfindung» im Erbe von Mies van der Rohe in der HDK in Berlin gezeigt.
Web: www.loeffler.de
Molteni&C
Molteni&C ist ein international führendes Unternehmen im Bereich hochwertiger Designmöbel und Teil der Molteni Group mit Sitz in Giussano nahe Mailand. Das Unternehmen wurde 1934 von Angelo Molteni als Familienbetrieb gegründet und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise von einer klassischen Möbelschreinerei zu einem bedeutenden Akteur des modernen italienischen Designs.
1955 nahm Molteni an der ersten «Mostra Selettiva» – dem internationalen Möbelwettbewerb in Cantù – teil. Dieser Wettbewerb, dessen Jurymitglieder Gio Ponti, Alvar Aalto, Romano Barocchi, Carlo De Carli und Finn Juhl waren, diente der Imageförderung der italienischen Möbelindustrie. Ein entscheidender Wendepunkt war die konsequente Ausrichtung auf Designmöbel ab den 1960er-Jahren.
Mit der von Werner Blaser – Schüler von Alvar Aalto und Assistent von Ludwig Mies van der Rohe – entworfenen Kommode mit dreigliedrigem geometrischem Verbindungselement, die den ersten Preis gewann, entstand ein früher Prototyp des modernen Möbels.
Seitdem arbeitet das Unternehmen mit renommierten Architekten und Designern zusammen und gehört heute zu den prägenden Marken «Made in Italy». Typisch sind klare Linien, hochwertige Materialien (Holz, Glas, Metall, Textilien) sowie ein Fokus auf langlebige, funktionale Ästhetik. Heute ist Molteni&C weltweit aktiv und mit Hunderten von Showrooms und Flagship-Stores in Metropolen wie London oder New York vertreten.
Web: www.molteni.it
Mous Lattaf
Mous Lattaf (geb. 1963 in Casablanca) ist ein multidisziplinärer Künstler, der im Grossraum Basel lebt und in den Bereichen Malerei, Mischtechnik sowie kinetische
Skulpturen arbeitet. Seine figurativen Bildfelder fügen mehrere Szenen zu einer einzigen, zusammengesetzten Fläche zusammen. In der Region Basel wurden seine
Arbeiten u.a. in der cargobar Basel (LATTAFOLOGIE, 2021) und diversen anderen Galerien gezeigt und werden auch am Open House Basel Event in der ehemaligen Basis
Watch in Tecknau (TeckNow, 7.–10. Mai 2026) präsentiert. Lattaf lebt und arbeitet zwischen Nordafrika und der Schweiz.
Spectrum Design
Spectrum ist ein niederländischer Möbelhersteller, gegründet 1941 in Bergeijk. Ab den 1950er-Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einer prägenden Marke des niederländischen Modernismus – mit einer engen Verbindung zur «Goed Wonen»-Bewegung, die für modernes, funktionales Wohnen steht.
Unter der Leitung des Designers Martin Visser wurde Spectrum zu einer Plattform für bedeutende Gestalter wie Gerrit Rietveld oder Constant Nieuwenhuys. Die Möbel zeichnen sich durch eine zeitlose, oft streng geometrische Gestaltung aus und gelten heute als Klassiker des Mid-Century Modern.
Nach einer Phase der Auflösung in den 1970er-Jahren wurde die Marke später neu aufgebaut und produziert heute sowohl Neuauflagen historischer Entwürfe als auch zeitgenössische Designs. Die Zusammenarbeit mit Werner Blaser ist ein Beispiel für Spectrums Offenheit gegenüber internationalen Architekten und Designern.
Noch heute wird der ikonische Couchtisch mit Glasplatte und gebogenem Holzuntergestell als Ausdruck einer Balance zwischen Leichtigkeit und struktureller Logik vertrieben.
Das vollständige Programm zur Ausstellung «TeckNow», die im Rahmen des diesjährigen Open House Basel stattfindet, finden Sie hier.
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